Die heco IT im 720°-Fieber

Letzte Woche fand unser jährlicher IT-Ausflug (zum zweiten Mal) statt. Dieses Mal sind wir uns bei der Auswahl der Aktivitäten beim Thema Fahrsicherheitstraining einig geworden, da keiner von uns das bisher absolviert hatte. Unser Azubi wurde im Vorfeld beauftragt, sich über die unterschiedlichen Locations zu informieren und konnte dabei in Erfahrung bringen, dass die Trainingsanlage in Karlsruhe (die für uns ja örtlich näher liegen würde) deutlich schlechter ausgestattet ist als die Anlage in Heidelberg. Daher entschieden wir uns für die Trainingsanlage in Heidelberg und meldeten uns zu einem Intensiv-Training an.

Das Intensiv-Training beginnt um 08:00 und geht bis ca. 16:30. An einem Samstag ist das für einen IT-ler natürlich hart, aber das „Opfer“ hat sich gelohnt. Das Gelände ist etwas abgelegen, aber über die Autobahn gut zu erreichen. Nach ca. 5 km Fahrt durch (gut beschildertes) freies Gelände, trifft man schließlich auf dem Trainingsgelände ein. Der Schulungsraum ist in einem Container und ist mit einer Tischrunde bestuhlt. Zu früher Stunde darf für einige bei uns auch der Kaffee nicht fehlen. Hier erwischte uns aber leider die erste Ernüchterung: Pro Kaffee werden von dem Automaten 1,50 € verlangt. Aber auch die Erfrischungsgetränke (inkl. Wasser) waren nicht umsonst und kamen aus einem defekten Automaten, so dass sie ungekühlt waren. Schade, so beginnt der Tag leider nicht so gut. Auch die Organisation des Mittagessens ließ zu wünschen übrig, da lediglich bei einem lokalen Lieferdienst bestellt wurde, das Essen grauenhaft schmeckte und ebenfalls von den Teilnehmern selbst bezahlt werden musste.

Nach einer Einführungsrunde, in der jeder sich kurz vorstellen und seine Erwartungen an den Schulungs-Tag in die Runde werfen konnte, wurde zunächst etwas Theorie besprochen. Aber dieser Teil wurde zum Glück kurz gehalten, so dass es dann relativ schnell tatsächlich auf das Gelände ging. Zunächst konnte jeder ein paar Male durch einen Slalom-Parcours fahren, um sich einzugewöhnen und die gefühlte Kontrolle über das Fahrzeug mit den gewohnten Sitz- und Lenkradeinstellungen zu beobachten. Anschließend wurden die Sitz- und Lenkradeinstellungen angepasst. Ich muss sagen, vorher war es eindeutig bequemer, aber im darauffolgenden erneuten Durchfahren des Slalom-Parcours konnte ich die Vorteile der neuen Einstellungen deutlich wahrnehmen. Ich hatte das Fahrzeug merklich besser unter Kontrolle.

Nächster Programmpunkt ausbrechendesheckwar das Bremsen auf nasser Fahrbahn und ich muss zugeben, dass wir alle die Brems- wege auf dieser deutlich unterschätzt haben. Nichtsdestotrotz war es sehr wertvoll tatsächlich mal einige Voll- bremsungen durchzuführen, um das Verhalten des Fahrzeuges in einer solchen Situation zu erleben. Insbesondere die Wirkung von ABS und ESP hat mich dabei sehr beeindruckt. Anschließend ging es auf einen anderen Teil des Geländes, auf dem mit Wasserfontänen Hindernisse simuliert und das Ausweichen auf nasser Fahrbahn ausprobiert wurde. Außerdem wurde mit einer beweglichen Platte das Ausbrechen des Hecks simuliert und das anschließende Unter-Kontrolle-bringen des Fahrzeugs trainiert. Einige Kollegen haben sich dabei den Zusatz „720“ für ihr Fahrzeug verdient. 🙂

Zu guter Letzt wurden schließlich noch Kurven auf nasser Fahrbahn gefahren und die Auswirkungen von ABS, ASR und ESP auf das Fahrverhalten demonstriert. Dies war meines Erachtens der unspektakulärste Teil des Tages, da insbesondere aufgrund der sehr nahe um den Parcours herum gelegenen Zäune keiner der Teilnehmer durch die Angst um das eigene Auto etwas vernünftig ausprobieren konnte.

Nach einer kurzen Abschlussrunde mit Feedback ging der doch ziemlich lange und anstrengende Schulungs-Tag zu Ende. Anschließend hatten wir zum Abendessen einen Tisch in einer der besten Sushi-Bars in Süddeutschland reserviert: Kaede Sushi-Bar in Heidelberg. Sie befindet sich in einer Seitenstraße in der Nähe von Hauptbahnhof und sieht von außen recht unscheinbar aus. Auch das Ambiente ist sicherlich nicht als sonderlich gemütlich zu bezeichnen. Es handelt sich um eine von den Sushi-Bars mit Laufband, allerdings war das Laufband so früh am Samstagabend (17:30) noch nicht in Betrieb, da wir die einzigen Gäste waren. Das Sushi ist allerdings qualitativ und geschmacklich Weltklasse und findet sich daher zu Recht in den Top 5 aller Restaurants in Heidelberg wieder.

Ein Abendprogramm gab es dieses Jahr nicht, da wir für das Fahrsicherheitstraining alle mit dem eigenen Auto anreisen mussten und das Training zugegebenermaßen ziemlich anspruchsvoll war. Daher waren wir nach 8 Stunden auch ziemlich erschöpft.

Fazit: Das Fahrsicherheitstraining Intensiv kann ich jedem wärmstens empfehlen. Besonders die korrekten Sitz- und Lenkradeinstellungen und deren Auswirkung beim Fahren aber auch die Auswirkungen von nasser Fahrbahn auf den Bremsweg sind sehr wertvoll. Ich ziehe auf jeden Fall in Erwägung, zusätzlich das Perfektions-Training zu absolvieren. Dieses wird bspw. im Fahrsicherheitszentrum auf dem Hockenheimring angeboten.
Auch die Sushi-Bar Kaede kann ich jedem, der einmal richtig leckeres Sushi (auf der Karte gibt es auch Sashimi) essen will und keinen gesteigerten Wert auf ein gemütliches Ambiente legt, sehr ans Herz legen.
Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass solche gemeinsamen Abteilungsausflüge zur Teambildung und -stärkung sehr wertvoll sind und ich kann jeder Führungskraft nur empfehlen, sich darüber Gedanken zu machen.

Wie ist es denn bei euch in der Firma? Macht ihr auch bereits solche Ausflüge? Und wenn ja: Was habt ihr bisher so gemacht? Ich bin sehr dankbar für gute Ideen für unseren nächsten Ausflug. 🙂

Verbesserungsvorschläge an den Veranstalter (ADAC):

  • Das Gelände sollte nicht so eng umzäunt sein. Aufgrund des fehlenden Platzes sind alle Teilnehmer übervorsichtig gefahren, da sie um ihr eigenes Auto fürchten mussten. Somit war der Lerneffekt bei einigen Übungen leider nur begrenzt.
  • Kaffee und zumindest Wasser sollte kostenlos in der Teilnahmegebühr inbegriffen sein.
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Über hecogmbh

Die heco gmbh ist ein Handelshaus sowie ein Produzent für Fittings und Armaturen aus rostfreiem Edelstahl. Unsere Produkte werden im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau sowohl in der chemischen Industrie als auch in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt. Mit mehreren Standorten europaweit sind wir immer in Ihrer Nähe.
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